Wie Meditation den ewigen Fluss der Gedanken unterbricht

strfUnser Alltag hat sich zunehmende beschleunigt, immer mehr Anforderungen wollen wir erfüllen und Erwartungen gerecht werden. Dabei bleibt oft unser eigenes Wohlbefinden auf der Strecke. Erste Anzeichen dafür sind leichte Reizbarkeit, Verspannungen oder auch Kopfschmerzen. Im Umgang mit unseren Mitmenschen haben wir dann weniger Geduld und generell ein gemindertes Empatievermögen. Durch Konfrontationen mit unseren Kollegen, der Familie oder sogar unseren Liebsten entsteht so schnell noch mehr Anspannung.

meditation stressabbau
Meditation

Wenn wir gestresst sind, reichen schon kleine Konfrontationen aus um uns wütend zu machen. Kleinigkeiten, die wir sonst einfach weggelächelt hätten, führen in unserem gestressten Zustand schnell zu Konflikten. Um solchen Situationen wirkungsvoll vorbeugen zu können, ist es wichtig, dass wir unser persönliches Stresslevel kennen und wahrnehmen. Erste Anzeichen hierfür finden sich oft in der eigenen Gefühlswelt: Fühlen wir uns einer Aufgabe nicht gewachsen, oder haben wir generell zu viele Aufgaben auf unserem Stapel, so baut sich innerer Stress auf. Insbesondere in der Berufwelt finden sich zahlreiche Auslöser für Stress, und nicht nur in hochbezahlten Top-Jobs herrscht Stress. Gerade in Berufen mit schlechterer Bezahlung kann es dazu kommen, dass sich der Arbeitnehmer nicht entsprechend wertgeschätzt fühlt

Auslöser für Stress: Beziehungen
Zwischenmenschliche Beziehungen

Haben wir einen anspruchsvollen Beruf der uns in vielen Dingen fordert, so muss das nicht unbedingt Stress bedeuten. Vielmehr kann so auch eine persönliche Erfüllung zustande kommen. Das Empfinden von Stress steigt exponentiell mit unserer Wahrnehmung der ausgeführten Tätigkeit, fühlen wir uns bei der Arbeit wohl, so können wir auch ein deutlich höheres Arbeitspensum fahren ohne gleich in Richtung Burn Out zu laufen. Manager sind hierfür ein gutes Beispiel, mit einer Wochenarbeitszeit von weit über 50 Stunden gehören sie zu einer der Berufsgruppen, die am meisten Zeit mit der Arbeit verbringt. Durch die hohe finanzielle Entlohnung, sowie die gesellschaftliche Anerkennung empfinden die meisten Manager ihren Job zwar als anspruchsvoll, empfinden ihr persönliches Stresslevel aber nicht als zu hoch.

Meditation statt Stressball – Atemübungen

Meditation ist in aller Munde, viele der Stars und Sternchen schwören auf den Einsatz von Meditation um für die nächste Rolle einsatzbereit zu sein. Aber wie können wir Meditation in unseren Alltag einbauen, wenn wir nicht den Zugang zu einem persönlichen Meditationstrainer haben? Oft wird Meditation nicht als das Wahrgenommen was es wirklich ist – eine sehr einfache praktische Methode um die Gedanken zu klären.

zu viel stress
Gestresst?

Für eine Meditation bedarf es nichts weiter als einen ruhigen Platz. Selbst an lauten Orten kann man mit Kopfhörern und sanfter Musik für Ruhe sorgen, manche Meditationen bauen die Umwelteinflüsse sogar mit in die Meditation ein. Statt sich über die lauten Kinder von Nebenan aufzuregen, kann der volle Fokus auf die Wahrnehmung der Geräusche als solches gelenkt werden. Ziel der Meditation ist es, den Kopf von seinen Gedanken zu erleichtern, ständig sind wir damit beschäftigt an Dinge zu denken. Oft befinden wir uns auch gar nicht im hier und jetzt, sondern sind mit unseren Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft. Statt uns auf die schönen Momente zu konzentrieren, die wir gerade erleben, sind wir im Kopf schon einen Schritt weiter und fürchten wie lang wir diesen schönen Moment wohl aufrecht erhalten können.

Während der Meditation ist es unsere Aufgabe unsere volle Aufmerksamkeit auf etwas anderes als unsere Gedanken zu lenken. Das hört sich zunächst leicht an, ist in der Regel aber bedeutend schwieriger als Gedacht. Wir neigen immer zu zum Nachdenken, unser Gehirn ist sogar nachts noch hoch aktiv und verarbeitet die Eindrücke des Tages. Eine einfache Übung für den Einstieg ist der Fokus auf das Atmen. Lenken wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf die ein- und ausströmende Luft, können wir es schaffen die Gedanken für eine Weile zu beruhigen.

Für den Anfang reichen schon wenige Minuten dieser einfache Meditation aus, selten gelingt es Anfängern direkt zu Beginn die Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Starten Sie also mit einer simplen Meditation von wenigen Minuten und beobachten Sie wie sich ihr persönliches Stresslevel danach entwickelt.